Die Reihen
Eine Reihe sind mehrere Einheiten zu einem Thema. Jede Einheit ist als Doppelstunde gebaut, die Einheiten der vier Wuppertal-Themen lassen sich auf 60 Minuten kürzen. Neue Ökonomie gibt es auf Anfrage.
In den vier Wuppertal-Themen kommen dieselben vier Brillen wieder: ökologisch, sozial, ökonomisch, gesundheitlich. Am eigenen Schulweg heißt das: Wie viel CO₂ kostet er, wer kann ihn sich leisten, wer kommt sicher an, und was kostet die Strecke die Stadt?
Mobilität
Wie wir uns bewegen, und was der Verkehr die Stadt an Fläche und Energie kostet. Dazu die Frage, welche Wege eine Stadt für alle möglich macht.
Wuppertal liegt in einem Tal: Die Wege verlaufen an der Talachse entlang, quer dazu geht es steil bergauf. Schwebebahn und Nordbahntrasse sind zwei Antworten darauf, die die Schüler:innen aus dem Alltag kennen: die eine seit 1901, die andere seit 2014 auf einer stillgelegten Bahnstrecke. Die Einheiten arbeiten mit echten Wegen aus dem Schulumfeld: Wer kommt wie zur Schule, wie lang dauert derselbe Weg zu Fuß, mit dem Rad, mit Bus und Schwebebahn?
Die Einheiten
Die Klasse klärt, was Mobilität, Verkehr und Logistik unterscheidet, und schaut auf die eigenen Wege. Danach geht es um CO₂, Feinstaub und die Frage, wie Mobilität das Leben in einer Stadt verändert. Am Ende beginnt das Mobilitätstagebuch.
Lernziele
- Die Schüler:innen unterscheiden Mobilität, Verkehr und Logistik.
- Sie unterscheiden CO₂ und Feinstaub nach Herkunft und Wirkung.
- Sie vergleichen Verkehrsmittel nach CO₂ pro Personenkilometer.
- Sie ordnen Argumente zur Lebensqualität den vier Perspektiven zu.
Die Klasse wertet ihre Mobilitätstagebücher aus und spielt ein Quiz zur Verkehrswende. Danach recherchiert jede Gruppe eine Stadt, die ihren Verkehr umgebaut hat, und stellt sie vor. Zum Schluss geht es um Wuppertal: Welche Idee passt hierher, und was sagen die Zahlen?
Lernziele
- Die Schüler:innen werten ihre Wege aus dem Mobilitätstagebuch aus.
- Sie recherchieren das Verkehrskonzept einer Stadt und stellen es in fünf Minuten vor.
- Sie prüfen, welche Ideen sich auf Wuppertal übertragen lassen.
- Sie lesen den Modal Split von Wuppertal.
Die Klasse erfährt, wer in Wuppertal über Straßen, Busse und Radwege entscheidet und wie Einwohner:innen sich beim Rat einbringen können. In Gruppen schreibt sie einen Bürgerantrag zu einer Idee aus Einheit 2. Danach spielt sie eine Ratssitzung und stimmt über die Anträge ab.
Lernziele
- Die Schüler:innen erklären, was der Stadtrat entscheidet und wie er gewählt wird.
- Sie wissen, dass alle Einwohner:innen einen Bürgerantrag stellen können.
- Sie gestalten in der Gruppe einen Bürgerantrag und begründen ihre Forderung.
- Sie beraten Anträge und stimmen darüber ab.
- Ziel 11 für nachhaltige Entwicklung: Nachhaltige Städte und Gemeinden
Stadtgrün
Warum Grünflächen wichtig sind: für Biodiversität, Klima, Gesundheit und das Zusammenleben in der Stadt.
Wuppertal ist grüner als sein Ruf: Hardt, Barmer Anlagen und Von der Heydt-Park sind Anlagen des 19. Jahrhunderts, die bis heute den Unterschied zwischen einem heißen und einem erträglichen Sommertag machen. Gleichzeitig ist die Talsohle dicht bebaut und im Sommer messbar wärmer als die Hänge. Die Einheiten vergleichen Orte im Schulumfeld: Wo ist es im Sommer auszuhalten, wem gehört der Schatten, wer hat einen Park vor der Tür und wer nicht?
Die Einheiten
Eine Doppelstunde mit zwei Zielen. Am Gerät sieht die Klasse, wo Wuppertal grün ist und wo es heiß wird, und ordnet am Tisch, was Grün alles leistet. Nach der Pause geht es um acht Orte in anderen Städten, an denen trotz voller Stadt Grün dazugekommen ist: wie das ging und wer angefangen hat. Die Übertragung auf Wuppertal folgt in Einheit 3 bei der Quartierswanderung.
Lernziele
- Die Schüler:innen nennen drei Formen von Stadtgrün, davon eine, die kein Park ist.
- Sie erklären drei Leistungen von Grün und ordnen sie den Bereichen Umwelt, Zusammenleben, Geld und Gesundheit zu.
- Sie erklären die vier Wege zu mehr Grün (Entsiegelung, Renaturierung, Umnutzung, Dach- und Fassadenbegrünung) an einem Beispiel.
- Sie stellen ein Beispiel aus einer anderen Stadt mit Fachbegriff vor und sagen, wer dort angefangen hat.
Die Klasse geht auf Entdeckungsreise durch das Viertel der Schule: Jede Tischgruppe plant ihre eigene Runde, je zwei Personen fotografieren und notieren Orte, an denen Stadtnatur wertvoll ist, und Orte, an denen sie sich mehr Grün wünschen. Zurück im Raum hält jede Person auf einer Ideenkarte eine eigene Idee fest („Statt … könnte hier …“), die Klasse sammelt die Ideen an einer Ideenwand. In Einheit 4 zeichnen die Schüler:innen ihre Idee in ihr Foto.
Lernziele
- Die Schüler:innen sehen ihr Viertel bewusst an und finden Orte, an denen Grün etwas leistet, und Orte, an denen es fehlt.
- Sie formulieren für einen Ort, an dem es grüner werden könnte, eine eigene Idee („Statt … könnte hier …“) und ordnen sie einem der vier Wege zur Veränderung zu.
- Sie nennen einen Ort, an dem es schon gut ist, und entscheiden, ob er erhalten oder naturnah gepflegt werden soll.
- Sie fotografieren einen Ort nach vier Fotoregeln so, dass man in Einheit 4 hineinzeichnen kann.
Jede Person macht aus ihrem Foto aus Einheit 3 einen Entwurf für mehr Grün, gemalt oder geklebt. Eine Missionskarte gibt die Richtung vor, aber keine Lösung. Nach der Pause macht jede Gruppe aus einem Entwurf einen ersten Schritt, der so klein ist, dass er nächste Woche passieren könnte, und die Klasse wählt einen Schritt, der weitergegeben wird.
Lernziele
- Die Schüler:innen zeigen an ihrem eigenen Foto, was dort anders wäre, und erfüllen dabei die Bedingung ihrer Mission.
- Sie nennen mindestens zwei Perspektiven (Umwelt, Zusammenleben, Gesundheit, Geld), für die ihre Idee gut ist.
- Sie machen aus einem Entwurf einen ersten Schritt, der sagt, wer was bis wann tut.
- Sie nennen eine Person oder Stelle, mit der man dafür sprechen müsste.
- Ziel 11 für nachhaltige Entwicklung: Nachhaltige Städte und Gemeinden
- Ziel 15 für nachhaltige Entwicklung: Leben an Land
Ernährung
Was auf dem Teller landet und was das mit Klima, Landwirtschaft und Gerechtigkeit zu tun hat.
Zwischen Wochenmarkt, Discounter, Schulmensa und Lieferdienst entscheidet sich täglich, was in Wuppertal gegessen wird, und wie viel davon in der Tonne landet. Die Einheiten setzen bei der eigenen Schule an: Woher kommt das Essen in der Mensa, was bleibt übrig, was kostet ein Mittagessen und was ein Snack im Kiosk gegenüber. Der Blick auf Ungleichheit bleibt dabei sachlich. Niemand wird für sein Pausenbrot vorgeführt.
Die Einheiten
Die Einstiegseinheit zeigt, dass Ernährung einen ökologischen Fußabdruck hat – nicht nur durch CO₂, sondern auch durch Methan, Lachgas, Flächenverbrauch, Wasser, Böden und Auswirkungen auf Biodiversität. Die Schüler*innen verstehen zunächst den Treibhauseffekt, verfolgen anschließend den Weg eines Lebensmittels vom Feld über Verarbeitung, Transport, Handel und Küche bis auf den Teller und erkennen, an welchen Stellen Klima- und Ressourcenwirkungen entstehen.
Lernziele
- Die Schüler*innen erklären den Treibhauseffekt vereinfacht und verstehen, warum zusätzliche Treibhausgase zur Erwärmung beitragen.
- Sie kennen CO₂, Methan und Lachgas als wichtige Treibhausgase im Bereich Ernährung.
- Sie erklären CO₂-Äquivalente als Vergleichsmaß für unterschiedliche Klimawirkungen.
- Sie beschreiben die Wertschöpfungskette eines Lebensmittels vom Feld bis auf den Teller.
- Sie benennen zentrale Emissionsquellen: Landwirtschaft, Tierhaltung, Futtermittel, Düngung, Verarbeitung, Transport, Schulküche und Abfälle.
- Sie erkennen erste Zusammenhänge zwischen Ernährung, Flächenverbrauch, Wasser, Böden und Biodiversität.
- Sie unterscheiden Wirkungen auf Klima, Artenvielfalt und Bereiche, die beides betreffen.
Die zweite Einheit öffnet den Blick vom Ernährungs-Fußabdruck hin zu Zukunftsmodellen: Wie kann Ernährung gesund, klimafreundlich und biodiversitätsfreundlich werden? Die Schüler*innen lernen die Planetary Health Diet als Orientierungsmodell kennen, sehen einen kurzen Filmimpuls aus Tomorrow und prüfen verschiedene Ansätze wie Hülsenfrüchte, ökologische/regenerative Landwirtschaft, Solidarische Landwirtschaft, Urban Farming, Aquaponik und Vertical Farming kritisch auf Klima-, Biodiversitäts- und Gerechtigkeitswirkung.
Lernziele
- Die Schüler*innen erklären die Grundidee der Planetary Health Diet in eigenen Worten.
- Sie verstehen, dass Ernährung Gesundheit, Klima, Fläche, Wasser und Biodiversität verbindet.
- Sie benennen Hülsenfrüchte als Beispiel für pflanzenbetonte, proteinreiche und bodenfreundliche Ernährung.
- Sie vergleichen Zukunftsansätze der Lebensmittelproduktion nach Klima-, Biodiversitäts- und Gerechtigkeitskriterien.
- Sie unterscheiden zwischen inspirierenden Zukunftsideen und realistischen, sozial zugänglichen Lösungen.
Die Schüler:innen übersetzen die großen Fragen nachhaltiger Ernährung in ihren Alltag und ihr lokales Umfeld. Sie arbeiten mit Saisonkalendern, einem kurzen Datenimpuls zum Selbstversorgungsgrad und lokalen Praxisbeispielen aus Wuppertal. Am Ende entsteht ein persönlicher Handabdruck-Plan: ein kleiner, konkreter Schritt, mit dem nachhaltiges Essen in Schule, Mensa, Familie oder Quartier leichter werden kann.
Lernziele
- Die Schüler:innen erklären den Unterschied zwischen Fußabdruck und Handabdruck.
- Sie nutzen Saisonkalender, um regionale und saisonale Lebensmittel einzuordnen.
- Sie benennen einfache Kriterien für klimabewussteres Einkaufen, ohne Perfektion oder moralischen Druck daraus zu machen.
- Sie verstehen anhand einer Datengrafik, dass Deutschland bei verschiedenen Lebensmitteln unterschiedlich stark auf Importe angewiesen ist.
- Sie lernen lokale Praxisbeispiele in Wuppertal kennen: Foodsharing, Weltacker, Wochenmärkte und Mensaessen.
- Sie formulieren eine persönliche Handabdruck-Idee, die alltagstauglich und sozial sensibel ist.
In der vierten Einheit bündeln die Schüler*innen die Erkenntnisse der Reihe und entwickeln konkrete Veränderungsideen für Klasse, Schule, Mensa, Quartier und Stadt. Zentrale Methode ist Brainwriting: Ideen werden still gesammelt, weitergegeben, weiterentwickelt, realistisch gemacht, auf Wirkung geprüft, priorisiert und anschließend in Maßnahmen-Steckbriefe überführt. So wird aus Wissen über Klima, Gesundheit, Biodiversität und Planetary Health Diet ein gemeinsamer Handabdruck.
Lernziele
- Die Schüler*innen können zentrale Erkenntnisse zu Klima, Gesundheit, Biodiversität und Planetary Health Diet zusammenführen.
- Sie können zwischen individuellem Verhalten, Fußabdruck und gemeinsamem Handabdruck unterscheiden.
- Sie entwickeln konkrete Ideen für eine nachhaltigere Schul- oder Quartiersernährung.
- Sie prüfen Ideen nach Wirkung, Umsetzbarkeit, sozialer Gerechtigkeit und Biodiversitätsbezug.
- Sie übertragen eine ausgewählte Idee in einen Maßnahmen-Steckbrief mit erstem Schritt, Zuständigkeiten und benötigten Ressourcen.
- Ziel 2 für nachhaltige Entwicklung: Kein Hunger
- Ziel 12 für nachhaltige Entwicklung: Nachhaltige/r Konsum und Produktion
Energie
Woher Energie kommt, wohin sie geht und vor welchen Entscheidungen Wuppertal auf dem Weg zur Klimaneutralität steht.
Wuppertal heizt, fährt und beleuchtet sich aus einem Mix, den man vor Ort anfassen kann: Fernwärme aus dem Heizkraftwerk Barmen, Strom aus dem Müllheizkraftwerk Korzert, Photovoltaik auf immer mehr Schul- und Hallendächern. Die Einheiten rechnen mit dem eigenen Schulgebäude: wie viel Strom braucht es, was davon ließe sich auf dem eigenen Dach erzeugen, und welche Entscheidung müsste dafür wer treffen?
Die Einheiten
Die Einstiegseinheit der Reihe Energie führt eine einzige Unterscheidung auf drei Ebenen ein: philosophisch als Möglichkeit und Verwirklichung (dynamis und energeia bei Aristoteles), als Alltagsbild als Vorrat und Strömen, physikalisch als Energiemenge und Leistung (kWh und kW). Vier haptische Stationen machen Energieumwandlung körperlich erfahrbar, eine Größenordnungsleiter von 1 kWh bis Wuppertal macht die Zahlen der späteren Einheiten lesbar. Am Ende steht das Bild vom Stromsee und damit die Leitfrage von Einheit 2.
Lernziele
- Die Schüler:innen beschreiben Energie als die Fähigkeit, etwas zu bewirken, und finden dafür Beispiele aus ihrem Alltag.
- Sie unterscheiden gespeicherte Energie (Quelle) von fließender Energie (Fluss) und ordnen kWh und kW zu.
- Sie haben Energieumwandlung körperlich erfahren und schätzen die Größenordnung einer Kilowattstunde ein.
- Sie ordnen Energieträger in fossil und erneuerbar ein und begründen die Einteilung.
- Sie unterscheiden Strom und Wärme als die zwei großen Energieformen im Gebäude.
- Sie erkennen, dass die heutige Energieversorgung sehr jung ist – und damit veränderbar.
Ein zwei Meter langer Streifen steht für den Jahresenergiebedarf aller 200.000 Wuppertaler Wohnungen. Sechs Gruppen rechnen je eine Möglichkeit durch, schneiden oder kleben ihre Zentimeter an den Streifen und sagen dazu einen Satz über Wohnungen. Am Ende steht sichtbar an der Wand, was die Stadt selbst decken kann und welche Lücke bleibt.
Lernziele
- Die Schüler:innen rechnen eine Energiemenge in Wohnungen und in Zentimeter um.
- Sie unterscheiden Bedarf senken, Energie erzeugen und Energie verfügbar machen.
- Sie belegen ihre Zahl mit einem Beispiel aus einer anderen Stadt oder einem anderen Land.
- Sie benennen eine Wuppertaler Stelle, die an ihrem Thema arbeitet.
Die Abschlusseinheit der Reihe Energie führt zusammen, was Einheit 1 und 2 aufgebaut haben. Ein Pub-Quiz sichert das Wissen, ein Laborteil an vier Stationen macht die Energiekette messbar, danach beschreibt die Klasse aus dem Jahr 2035 zurückblickend ihr eigenes Viertel. Am Ende schreibt jede Gruppe eine Anfrage an eine Wuppertaler Initiative.
Lernziele
- Die Schüler:innen messen an einer Station der Energiekette selbst einen Wert und erklären, wann ihr Gerät Energie liefert und wann nicht.
- Sie setzen die vier Stationen zur vollständigen Kette von der Erzeugung bis zum Wasserstoff zusammen.
- Sie beschreiben einen für 2035 erreichten Zustand im Perfekt, statt Absichten im Konjunktiv zu formulieren.
- Sie formulieren eine konkrete Anfrage an eine reale Initiative und benennen, was sie selbst einbringen.
- Ziel 7 für nachhaltige Entwicklung: Bezahlbare und saubere Energie
Neue Ökonomie
Wie unsere Wirtschaft funktioniert, warum sie auf Wachstum angewiesen ist und wer vom Wohlstand wie viel hat. Dazu Modelle, wie Wirtschaft anders gehen könnte.
Die Reihe kommt aus der Initiative Transformation Wuppertal und wurde mit Jugendlichen der 10. und 11. Klasse an Gymnasium und Gesamtschule erprobt. Die neun Einheiten führen vom eigenen Konsum über das Bruttoinlandsprodukt und das Weltspiel zu Ansätzen wie Donut-Ökonomie, Gemeinwohl-Ökonomie und Grundeinkommen. Am Ende entwickeln die Schüler:innen in Gruppen eine eigene Lösung für ein Problemfeld und stellen sie im Pitch vor.
Die Einheiten
Die erste Einheit führt in die Bildungsreihe ein. Die Schüler:innen setzen sich mit den Begriffen Konsum und Wachstum auseinander, reflektieren eigene Berührungspunkte und betrachten anhand von Statistiken die Entwicklung von Wirtschaft, Produktion, Konsum und Ressourcenverbrauch seit 1950.
Lernziele
- Die Schüler:innen wissen, was in der Bildungsreihe auf sie zukommt.
- Sie entwickeln ein eigenes Verständnis von Wachstum und Konsum.
- Sie verstehen, wie die Begriffe im wirtschaftlichen Kontext verwendet werden.
- Sie erkennen Wachstumsdynamiken seit Industrialisierung und besonders seit 1950.
- Sie diskutieren positive und negative Folgen von Wachstum.
Diese Einheit behandelt historische, religiöse, philosophische und gesellschaftliche Wurzeln des modernen Kapitalismus. Über Film, Arbeitsblatt, Stationsarbeit und Rollenspiel setzen sich die Schüler:innen mit unterschiedlichen Positionen zum „Streben nach Mehr“ auseinander.
Lernziele
- Die Schüler:innen kennen zentrale historische Wurzeln des heutigen Wirtschaftssystems.
- Sie verstehen, welche Ereignisse und Ideen das „Streben nach Mehr“ hervorgebracht haben.
- Sie können Auswirkungen dieses Strebens auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt kritisch einordnen.
- Sie vertreten unterschiedliche Positionen argumentativ in einer Debatte.
Die Schüler:innen lernen das Bruttoinlandsprodukt als wirtschaftspolitische Kennzahl kennen und hinterfragen, ob es Lebensqualität und gesellschaftliches Wohlergehen abbilden kann. Alltagssituationen und ein Quiz machen die Kritik am BIP greifbar.
Lernziele
- Die Schüler:innen verstehen, wie das BIP entstanden ist und was es misst.
- Sie erkennen, dass das BIP auf Wachstum ausgerichtet ist.
- Sie leiten soziale und ökologische Kritikpunkte am BIP ab.
- Sie unterscheiden wirtschaftliche Produktion von gesellschaftlichem Wohlergehen.
- Sie übertragen die Kritik anhand konkreter Situationen und Problemlagen.
Die Schüler:innen reflektieren eigene Vorstellungen von Lebensqualität, lernen alternative Indizes kennen und entwickeln in Gruppen einen eigenen Index für gesellschaftliches Wohlergehen.
Lernziele
- Die Schüler:innen reflektieren, was für sie Lebensqualität bedeutet.
- Sie erkennen, welche Aspekte nicht im BIP abgebildet werden.
- Sie verstehen Aufbau und Gewichtung gesellschaftlicher Indizes.
- Sie lernen alternative Indizes wie HDI, SDGs und OECD Better Life Index kennen.
- Sie entwickeln, präsentieren und reflektieren einen eigenen Index.
Die Einheit macht Wachstumsdynamiken und Wachstumstreiber erfahrbar. Die Schüler:innen erkunden mit einer Simulation wirtschaftliche Kreisläufe, Kreditdynamiken und ökologische Folgen. Danach setzen sie sich mit Überproduktion, Konsumdruck und deren Verbindung zu Lebenszufriedenheit und Status auseinander.
Lernziele
- Die Schüler:innen verstehen Wachstumstreiber und -abhängigkeiten im Wirtschaftssystem.
- Sie können Mechanismen wie Kreditdynamik, Zinslast und Konkurrenz benennen.
- Sie erkennen Auswirkungen von Wachstumstreibern und -abhängigkeiten auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt.
- Sie ordnen Überproduktion und ihre Gründe ein.
- Sie reflektieren Konsumdruck und den Zusammenhang zwischen materiellem Wohlstand und Lebenszufriedenheit.
Die Schüler:innen reflektieren ihre Perspektive auf Weltkarten und erleben globale Verteilungen im Raum. Der Klassenraum wird als interaktive Weltkarte genutzt: Schüler:innen schätzen und stellen Kennzahlen pro Kontinent dar – Bevölkerung, Einkommen, CO₂-Ausstoß, Biodiversität, Bergbauproduktion – und spiegeln diese an tatsächlichen Zahlen. Das Weltspiel (Methodik von Engagement Global / Bildung trifft Entwicklung) macht globale Verteilungen sichtbar und diskutierbar.
Lernziele
- Die Schüler:innen reflektieren ihre Perspektive auf Weltkarten.
- Sie verstehen Auswirkungen der Globalisierung auf die Weltwirtschaft.
- Sie erkennen ungleiche Verteilung von Ressourcen, Einkommen und ökologischen Folgen.
- Sie beziehen heutige Ungleichheiten auf historische und wirtschaftliche Mechanismen.
Die Schüler:innen lernen Ansätze einer Neuen Ökonomie kennen: Donut-Ökonomie, Gemeinwohl-Ökonomie, Kreislaufwirtschaft und bedingungsloses Grundeinkommen. Die Ansätze werden verglichen, kritisch eingeordnet und auf Zukunftsfragen bezogen.
Lernziele
- Die Schüler:innen kennen unterschiedliche Ansätze sozial-ökologischer Wirtschaftstransformation.
- Sie erläutern zentrale Ideen dieser Modelle.
- Sie reflektieren Chancen und Herausforderungen.
- Sie vergleichen Modelle anhand von Kriterien.
- Sie entwickeln eigene Vorstellungen einer zukunftsfähigen Wirtschaft.
Die Schüler:innen arbeiten mit konkreten gesellschaftlichen und ökologischen Problemfeldern. Sie analysieren den ökonomischen Mechanismus dahinter, wählen ein Modell der Neuen Ökonomie und entwickeln daraus einen konkreten Lösungsansatz oder ein Geschäftsmodell.
Lernziele
- Die Schüler:innen erkennen, dass alternative Wirtschaftsformen praktisch umsetzbar sind.
- Sie analysieren ökonomische Mechanismen hinter Problemen.
- Sie wählen eigenständig ein Modell der Neuen Ökonomie als Lösungsrahmen.
- Sie entwickeln einen konkreten Lösungsansatz.
- Sie begründen, warum ihr Modell ökonomisch funktionieren kann.
Die abschließende Einheit dient der Fertigstellung und Präsentation der entwickelten Lösungsansätze. Die Schüler:innen erklären Problem, ökonomischen Mechanismus, NÖ-Modell, Lösung, Geldfluss und Vorteil gegenüber dem Status quo. Danach reflektieren sie die gesamte Reihe.
Lernziele
- Die Schüler:innen präsentieren ihre Lösung strukturiert.
- Sie erklären den ökonomischen Mechanismus dahinter.
- Sie geben konstruktives Feedback.
- Sie ordnen Lösungsansätze anderer Gruppen kritisch ein.
- Sie entwickeln eine eigene Position zu Ansätzen einer Neuen Ökonomie.
Neue Ökonomie gibt es auf Anfrage. Mit Zugang zur Plattform fragen Sie die Reihe dort an, sonst über Zugang anfragen.
Entwickelt von Ideaalwerk gGmbH mit Public Interest Design und transzent.
Gefördert von
- Ziel 8 für nachhaltige Entwicklung: Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum
- Ziel 10 für nachhaltige Entwicklung: Weniger Ungleichheiten
- Ziel 12 für nachhaltige Entwicklung: Nachhaltige/r Konsum und Produktion
Für Lehrkräfte
Öffentlich sind Titel, Beschreibung und Lernziele jeder Einheit. Die Folien, der Ablaufplan mit Minutenangaben und das Material zum Ausdrucken liegen hinter der Anmeldung.
Jede Schule kann einen Zugang anfragen. Für Schulen


